„Der Herzschlag von Röckenhof“ – Dorferneuerung feiert 25-jähriges Bestehen

Kalchreuth 19. September 2026

Mit einem festlichen Ehrenabend hat der Verein Dorferneuerung Röckenhof e.V. am Samstag, 19. September 2026, sein 25-jähriges Bestehen gefeiert. Rund 120 Gäste waren der Einladung gefolgt. Zur Begrüßung gab es einen Sektempfang, und in der historischen Scheune lud eine Bilderausstellung zum Bewundern und Erinnern ein.

Dem Festabend war eine lange Vorbereitung vorausgegangen. Bereits zu Jahresbeginn hatte sich eine Arbeitsgruppe „Broschüre“ gegründet, die sich fast wöchentlich traf, um Ideen zu sammeln, Bilder herauszusuchen und Texte zu schreiben – so lange, bis die Festzeitschrift fertig war und an alle Bürgerinnen und Bürger in Röckenhof verteilt werden konnte. In der Woche vor dem Fest packten dann noch einmal viele Hände mit an: Das Zelt wurde aufgestellt und mit Boden ausgelegt, die Scheune geputzt, Stühle und Tische organisiert, Sanitäreinrichtungen bereitgestellt sowie Kuchen, Getränke und Essen vorbereitet. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: liebevoll dekorierte Tische und ein rundum gelungenes Catering.

Erster Vorstand Helmut Friedrich eröffnete den Festabend. Anschließend lauschten die Gäste der in Gedichtform verfassten Chronik von Röckenhof in fränkischer Mundart, gedichtet und vorgetragen von Gudrun Friedrich. Anschließend gratulierte erster Bürgermeister und Schirmherr Otto Klaußner dem Verein zum 25-jährigen Jubiläum und lobte das Engagement, das die Dorfgemeinschaft nachhaltig geprägt hat und wie Tradition und Fortschritt miteinander verbunden werden können.

Es folgte MdL Walter Nussel, gewissermaßen der Geburtshelfer der Dorferneuerung: Vor 25 Jahren hatte er am Beispiel des Herzogenauracher Ortsteils Burgstall aufgezeigt, was eine engagierte Dorfgemeinschaft erreichen kann. Sein Fazit ein Vierteljahrhundert später: „Röckenhof ist der Beweis, wie wir Heimat sehen und was die Gemeinschaft erreichen kann.“

Die Glückwünsche des Landkreises Erlangen-Höchstadt und von Landrat Alexander Tritthart überbrachte stellvertretende Landrätin Gabriele Klaußner, die die Geschichte der Dorferneuerung selbst miterlebt hat. Sie erinnerte an das Jahr 2001, als 20 Frauen und Männer einen Verein „zum Zwecke der Heimatpflege, der Jugend- und Seniorenarbeit“ gründeten – mit dem Ziel, die Dorfchronik fortzuschreiben, historische Gebäude und das dörfliche Erscheinungsbild zu erhalten und ein Internet-Café einzurichten. Was aus diesem Verein geworden sei? „Meiner Meinung nach: der Herzschlag von Röckenhof!“ Die Ziele der Gründungsurkunde habe der Verein nicht nur erreicht, sondern weit übertroffen.

Viele Aktivitäten haben stattgefunden bzw. finden immer noch statt, wie z.B.die PC-Gruppe, das Seniorencafé und die Kreativgruppe, ebenso wie Sonnwendfeier, Bobbycar-Rennen, Apfelpressen und das Silvestertreffen am Dorfweiher. Mit dem Osterbrunnen und der Weihnachtskrippe wird das Ortsbild Jahr für Jahr verschönert. Mit Stolz kann der Verein auf die Renovierung des maroden Hirtenhauses zurückblicken, in die unzählige ehrenamtliche Stunden geflossen sind: „Es ist ein Schmuckstück für Röckenhof geworden“ wurde von allen Rednern bestätigt. Auch dass ein Café-Team von 17 Frauen dort Woche für Woche an zwei Nachmittagen mit selbstgebackenen Kuchen das Café bewirtschaften – samt legendärem Käsekuchen, der es sogar in die Festschrift geschafft hat –, sei „eine unglaubliche Leistung für die Dorfgemeinschaft“.

Ein besonderer Dank galt jedoch dem Mann, der das Vereinsherz zum Schlagen gebracht hat: „Lieber Helmut Friedrich, ich danke dir ganz herzlich für dein überragendes ehrenamtliches Engagement und das Herzblut, das du in die Dorferneuerung Röckenhof steckst. Wenn einer das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten verdient hat, dann du.“ Röckenhof zeige, „was möglich ist, wenn man miteinander statt nebeneinander lebt“, schloss die stellvertretende Landrätin – und gab den Gästen einen Satz mit auf den Weg: „Das Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

Doch nicht nur das herausragende Engagement Einzelner prägte diesen besonderen Abend. Auch diejenigen, die der Dorfgemeinschaft über viele Jahre hinweg die Treue gehalten und ihre Entwicklung mitgestaltet haben, wurden gewürdigt.

Besonders geehrt wurden die Gründungsmitglieder, die die Entwicklung der Dorfgemeinschaft von Anfang an begleitet und entscheidend mitgeprägt haben. Ein herzliches Dankeschön galt außerdem den Mitgliedern, die seit 25 Jahren dabei sind, sowie allen, die sich mit besonderem oder langjährigem Engagement für die Dorfgemeinschaft einsetzen.

Zum Abschluss dankte Jürgen Kerschbaum in seiner Rede Helmut Friedrich und Gudrun Friedrich herzlich für Ihren unermüdlichen Einsatz. Als Zeichen der Anerkennung überreichte ihnen der 2. Vorsitzende Robert Jager ein von den Mitgliedern gestiftetes Geschenk. Auch die Damen vom Hirtenhaus-Café ließen es sich nicht nehmen, ihre Wertschätzung mit einem Geschenk zum Ausdruck zu bringen.

Danach wurde – wie es sich für Röckenhof gehört – noch ausgiebig gefeiert.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Gästen, Firmen, der Gemeinde Kalchreuth, die mit uns gefeiert haben und bei allen Helferinnen und Helfern, die vor, während und nach dem Fest, vom Aufbau bis zum Abbau, mit angepackt und so zum Gelingen dieses Jubiläums beigetragen haben. Ohne diesen Einsatz wäre ein solches Fest nicht möglich gewesen.

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